Nikon D750
Bisher hatte ich eher pragmatisch fotografiert. Die Nikon D750 hatte ich mir zugelegt, um gelegentlich Kundenfotos für Flyer und Broschüren zu machen. Mit Eintritt in die Rentenzeit sollte die Kamera öfter zum Einsatz kommen.
Die Makrofotografie hatte mich schon immer fasziniert. So erhielt die D750 mit dem Tamron 90mm, 1:1 eine neue erschwingliche Linse. Mit diesem Grund-Equipement machte ich dann die ersten Versuche in der neuen Dimension. Alles sehr intuitiv und spontan.. Stacking war noch weit weg; Komposition ergab sich eher zufällig, oder eben nicht. Dazu alles "aus der Hand" lieferte eine Menge Ausschuss.
Ich hatte eine Skorpionfliege schon oft auf Brombeerblättern gesehen,, von oben erschien sie mir eher unscheinbar. Erst das Makro von der Seite zeigte mir den skurilen und namensgebenden Körperbau. Faszination der Makrodimension verdrängte anfangs noch den technischen Aspekt der Fotografie. Erst mit vielen verpatzten Chancen auf einmalige Fotos rückte dieser Gedanke immer mehr in den Vordergrund.
Genau an diesem Punkt stieg ich wieder aus der Fotografie aus, wegen privater Tiefschläge aus der Bahn geworfen.
Skorpionfliege
Anfänge
Nikon Z6 III
Kurz vor den Herbstferien 2025 musste ich eine meiner schwersten Entscheidungen treffen und mich von Rusty, meinem treusten Weggefährten verabschieden.

Treue Seele
Rusty • 15 Jahre
11 Jahre, nahezu täglich, war ich mit ihm und zwei Jahre mit Silkes Liebling Simon unterwegs. Simon hatte uns schon ein Jahr früher verlassen.
Im Sommer hatten wir noch eine abwechslungsreiche Tour entlang der Ostseeküste mit kurzem Abstecher nach Ribe an der Nordseeküste von Dänemark gemacht und zusammen viel erlebt. Neue Orte, neue Wege querfeldein mit dem Rad erkunden war ganz im Sinne von Rusty. Auch Hunde können sich langweilen auf immer gleicher Gassiroute. Rusty liebte den Strand. Zwischen den Algen nach alten Fischen, Krabben oder offenen Muscheln zu suchen war für ihn ein Fest.
Mit seinen 15 Jahren war er erstaunlich fit. Die längste Radtour, die wir an der Ostsee gefahren sind, war rd. 75 km lang. In seinem Tempo lief er fast 40 km mit, bis ich ihn dann in den Anhänger gezwungen habe, was ihm gar nicht gefiel. Nach ein paar Kilometern überholte mich dann plötzlich mein Hund. Ein Ausbrecherkönig, wie er schon öfters bewiesen hatte. Eigensinniger und schlauer Kerl.
Geplant war eine Tour mit dem Wohnmobil durch Ostdeutschland. während der Herbstferien - mit Rusty. Jetzt musste ich mich alleine auf den Weg machen.
Die Situation, ohne Verpflichtungen durch den Tag zu kommen war ungewohnt, aber auch befreiend. Ungeahnt viel Zeit, die es zuu nutzen galt und gilt. Die neue Z6 III auszuprobieren war letztlich die kreative Art, Verluste zu verrarbeiten..

















